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Digitalkonferenz Insolvenzrisiko im Blick – in der Transport- und Logistik sowie Verladerschaft

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Charlotte von Bredow

Insolvenzrisiko im Blick

Die Zeiten, in denen sich ausschließlich wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen mit dem Insolvenzgeschehen auseinandersetzen müssen, sind vorbei. Seitdem die Bundesregierung das Insolvenzrecht im März 2020 vorrübergehend aussetzte, um die Folgen der Coronakrise abzumildern, wird das Thema so stark diskutiert wie wohl noch nie zuvor. Das hängt einerseits mit dem Gesetzes-Wirrwarr der vergangenen Monate zusammen, in denen die Insolvenzantragspflicht mehrmals zunächst außer und dann wieder Kraft gesetzt wurde, und andererseits mit der steigenden Intransparenz am Markt, weil eigentlich zahlungsunfähige Unternehmen trotzdem noch am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Bei einem buchstäblich existenziellen Thema wie diesem, kann Unwissenheit teuer werden. Denn hier drohen nicht nur Haftungsrisiken für Unternehmer, sondern vor allem auch Forderungsausfälle. So können Unternehmen, die eigentlich wirtschaftlich gesund sind, unverschuldet schnell durch Zahlungsausfälle von sogenannten Zombie-Unternehmen mit in den Insolvenzstrudel gezogen werden.

Schon heute belegen Zahlen von Creditreform, dass die Zahlungsmoral in der Transport- und Logistikbranche sowie in vielen Verladerbranchen nachlässt und die Forderungssummen insgesamt stark sinken. Wenn der staatliche Schutzschirm für Warenkreditversicherer Ende Juni ausläuft, könnte das die spürbare Unsicherheit zusätzlich negativ beeinflussen. Denn auch wenn die Experten sich uneins darüber sind, wann die Insolvenzwelle kommt, sind sie sich einig, dass sie kommen wird. Die Veranstaltung „Insolvenzgeschehen in der Transport- und Logistikbranche“ soll über Risiken aufklären, Transparenz schaffen, Perspektiven aufzeigen und vor unnötigen Überraschungen schützen.

Folgende Fragen werden unter anderem diskutiert:

  • Welche Unternehmen dürfen wie lange von der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Gebrauch machen?
  • Welche Haftungsrisiken bestehen?
  • Wie erkenne ich zahlungsunfähige Unternehmen?
  • Welche Maßnahmen können Unternehmen treffen, um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren?
  • Wie wirkt sich das Insolvenzgeschehen auf den M&A-Markt aus?
  • Wie können Unternehmen richtig sanieren und restrukturieren?
  • Was passiert nach der Insolvenzwelle?
  • Wie reagieren Warenkreditversicherer?
  • Wie wirkt sich der auslaufende staatliche Schutzschirm für Kreditversicherer auf Limits und Prämien beim Neukunden- und Bestandsgeschäft aus?

Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Referenten am Mittwoch, den 21. April. Brennen Ihnen noch ganz individuelle Fragen unter den Nägeln? Ein Experten-Team steht Ihnen nach den Vorträgen für Q&A-Sessions zur Verfügung, um auch sensible Aspekte in anonymer Atmosphäre direkt zu beantworten.

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Charlotte von Bredow

Programm

21. April 2021

Vorläufiges Programm, Änderungen vorbehalten

  • 10:00

    Begrüßung und Einleitung in den Tag

    Tobias Bosse, Fachredakteur DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung

    Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform

  • Block I: Status Quo – Wer gilt als insolvent, wer muss einen Antrag stellen und wie wirkt sich die Situation auf den Transportmarkt aus?

  • 10:10

    Keynote:  Wer darf von der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Gebrauch machen und wie können wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen identifiziert werden

    Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform

  • 10:30

    Aufklärung von Gefahren sowie langfristige Auswirkungen auf die Transport- und Logistikbranche

    Dr. Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter

  • 10:50

    Keynote: Insolvenz-Monitor der DVZ mit aktuellen Zahlen zu Insolvenzanträgen in der Branche mit Beispielen und Entwicklungen zur Verladerschaft

    Norbert Paulsen, Afu

  • 11:10

    Praxis Talk: Wie beeinflusst die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht das Transportgeschäft (vor allem auf dem Spotmarkt) tatsächlich?

    Siegfried Hegelmann, geschäftsführender Gesellschafter, Hegelmann Group
    Andreas Schuraw, CFO, Hegelmann Group

  • 11:35

    Q&A-Runde mit den vorherigen Referenten

  • Block II: Welche Auswirkungen hat die Situation auf den M&A-Markt und Warenkreditversicherer?

  • 11:50

    Wie läuft die Restrukturierung von T&L-Unternehmen in der Praxis ab und wie können Unternehmen auf dem M&A-Markt profitieren?

    Andre Wortmann, Leiter Transport- und Logistik Deals bei PWC

  • 12:10

    Auswirkungen der Aussetzung des Insolvenzrecht auf Warenkreditversicherer und Folgen des auslaufenden staatlichen Schutzschirms

    Alexander Beuther, Leiter der Abteilung Delkredere, R+V Allgemeine Versicherung AG

  • 12:30

    Wie wirkt sich der auslaufende Schutzschirm auf das Neukunden und Bestandgeschäft aus und was tun, wenn „Factoring“ als Instrument zur Liquiditätsbeschaffung nicht mehr funktioniert?

    Albrecht Max Vater, Vorsitzender des Bardo – Internationaler Verband der Kreditversicherungsmakler

  • 12:50

    Diskussionsrunde mit den vorherigen Referenten

  • 13:10

    Pause

  • Block III: Wie geht es den Verladerbranchen? Was tun, wenn die Insolvenzwelle kommt?

  • 13:40

    Wie sich die Aussetzung des Insolvenzrechts auf die mittelständischen Verladerbranchen auswirkt und wie ein geordnetes Wirtschaftsleben nach der Insolvenzwelle möglich ist

    Matthias Bianchi, Leiter Public Affairs, Deutschen Mittelstands-Bund (DMB)

  • 14:00

    Sanierungsmöglichkeiten außer- und innerhalb des Insolvenzrechts

    Dr. Matthias Wolgast LL.M., Insolvenzkanzlei Münzel-Böhm

  • 14:20

    Diskussionsrunde

  • 14:40

    Zusammenfassung und Ende der Veranstaltung

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Charlotte von Bredow

Anmeldung


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Teilnahmegebühr: 490€ zzgl. MwSt.

 

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